
Die AMP 10 vereint sechzehn Verstärkerkanäle in einem Gehäuse, jeder mit 200 W an 8 Ohm und 400 W an 4 Ohm. Auch mit fünf gleichzeitig belasteten Kanälen liefert jeder Kanal noch 200 W an 8 Ohm. Ein einziges Gerät genügt so für ein Heimkino mit sechzehn Lautsprechern, Deckenlautsprecher eingeschlossen. Als Systempartner ist der Prozessor AV 10 aus derselben Serie vorgesehen.
Für die AMP 10 hat Marantz eigene Class-D-Verstärker entwickelt und mit seinen HDAM-SA2-Modulen aus diskreten Bauteilen kombiniert. Ein Ringkerntransformator versorgt die Eingangsstufe, ein Hochstrom-Schaltnetzteil die Ausgangsstufen. Das verkupferte Chassis, die doppelte Bodenplatte und eine umfassende Abschirmung halten Störungen von den Schaltungen fern. Gebaut wird das Gerät im Marantz-Werk in Shirakawa, Japan.
Jeder Kanal nimmt wahlweise einen Cinch- oder einen symmetrischen XLR-Eingang an, umgeschaltet auf der Rückseite; XLR hält Störgeräusche auf langen Kabelwegen gering. Im Bi-Amp-Modus werden Tief- und Hochtonbereich eines Lautsprechers getrennt angesteuert, im BTL-Modus werden zwei Kanäle zu einem Kanal mit 400 W an 8 Ohm gebrückt. Alle sechzehn Ausgänge nutzen die Lautsprecherklemmen Marantz SPKT-1+.
Hinter dem Marantz-Bullauge an der Front zeigt ein analoges Messinstrument den Ausgangspegel, eingerahmt von einer dezenten Seitenbeleuchtung. Für die Integration stehen eine RS-232C-Schnittstelle, ein IR-Flasher-Eingang, der Marantz Remote Bus sowie ein DC-Trigger-Ein- und -Ausgang bereit. Die Leistungsaufnahme beträgt 500 W im Betrieb, 140 W im Leerlauf ohne Signal und 0,2 W im Standby, mit automatischer Abschaltung. Das Gehäuse misst 443 mm in der Breite, 489 mm in der Tiefe und 189 mm in der Höhe und wiegt 19,8 kg.
Datenblatt
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